Monegassischer Vorsitz im Ministerkomitee des Europarates: Monaco stellt seine Prioritäten vor der OSZE in Wien vor
Veröffentlicht am 14. Juli 2026 um 13:20 - Aktualisiert am 17. Juli 2026 um 14:34
Am 9. Juli 2026 hielt Frau Isabelle BERRO-AMADEÏ, Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten und Kooperation, vor dem Ständigen Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)* in Wien eine Rede, um die Prioritäten des monegassischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarates vorzustellen.
In ihrer Rede betonte sie, dass der Europarat und die OSZE, deren Aufgaben und Zuständigkeiten sich in vielerlei Hinsicht überschneiden, einander ergänzen und dass die Zusammenarbeit angesichts der zunehmenden Zahl von Krisen heute wichtiger denn je ist.
Unter Hinweis auf das Leitbild des monegassischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarates - „den Schutz aller durch eine wirksame Organisation, um die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen“ - hob sie insbesondere das Engagement des Fürstentums für die Verteidigung der Grundrechte, den Schutz von Frauen und Kindern, die wesentliche Rolle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sowie die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die organisierte Kriminalität hervor.
Die Ministerin bekräftigte abschließend, dass Dialog, Zusammenarbeit und Multilateralismus weiterhin im Mittelpunkt des internationalen Handelns stehen müssten – eine Botschaft, die von mehreren Delegationen, die sich zu Wort meldeten, um ihre Ausführungen zu würdigen, weitgehend geteilt wurde.
Die Ministerin wurde sie von den Botschaftern S.E. Herrn Lorenzo Ravano, Ständiger Vertreter Monacos bei der OSZE, und S.E. Herrn Gabriel Revel, Ständiger Vertreter Monacos beim Europarat, sowie von den Herren Botschaftsräte Jean-Laurent Imbert und Florian Botto, begleitet.
* Die OSZE ist die weltweit bedeutendste regionale Sicherheitsorganisation. Mit 57 Mitgliedstaaten setzt sie sich für Konfliktverhütung, die Wahrung von Frieden und Stabilität sowie die Förderung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit ein, insbesondere durch politischen Dialog, Mediation und Wahlbeobachtung. Monaco beteiligt sich seit 1973 an der Arbeit der KSZE (Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), aus der 1995 die OSZE hervorging.
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